In meinen Cyanotypien verbinde ich Fotografie mit experimentellen Gestaltungstechniken. Fotografische Motive aus Natur, Architektur und menschlichem Leben werden fragmentiert, zerrissen, neu zusammengesetzt und teilweise mit Nadel und Faden verbunden. Die sichtbaren Nähte stehen sinnbildlich für Verbindung und Trennung, Verletzlichkeit und Heilung. Das charakteristische Cyanblau trifft auf raue Papierkanten, textile Strukturen und bewusste Unvollkommenheit. Meine Arbeiten beschäftigen sich mit Vergänglichkeit, Veränderung und Erinnerung. Sie erzählen von den Spuren des Lebens und davon, wie aus einzelnen Fragmenten etwas Neues entstehen kann.